Der Einwegspiegel ist ein Stück Glas, das mit einer sehr dünnen Metalloxidschicht überzogen wurde.
Darunter versteht man im Allgemeinen ein optisches Bauteil (etwa eine Glasplatte), das eintreffendes Licht der einen Seite weitgehend reflektiert sowie einen kleinen Anteil durchlässt und das eintreffende Licht der anderen Seite komplett absorbiert.
Ein Medium, das solche Eigenschaften mit sich bringt, ist nach heutigem physikalischen Verständnis nicht möglich.
Um dennoch Glasscheiben mit (weitgehend) diesen Eigenschaften zu erhalten, bedient man sich einer Schwäche des menschlichen Auges, nämlich dass immer nur ein begrenzter Bereich des vorhandenen Helligkeitsspektrums erfasst werden kann, während übrige Bereiche über- oder unterbelichtet erscheinen.
So erscheint der Spiegel aus einem dunkleren Raum betrachtet als durchsichtig, auf der hellen Seite jedoch als Spiegel.
Ein realer Einwegspiegel ist ein Floatglas, das durch Vakuum-Kathodenzerstäubung (Sputtern) mit einer dünnen Metalloxidschicht beschichtet wurde. Im Gegensatz zu einem echten Spiegel ist diese Schicht dünn genug, um Teile des einfallenden Lichtes auch transmittieren zu lassen.
Auch ein normaler Spiegel ist nicht ganz Blickdicht. Einwegspiegel haben eine etwas erhöhte Transmission (dünnere Reflexionsschicht oder durch eine zusätzliche Antireflexbeschichtung), was durch unterschiedlich helle Räumlichkeiten (sehr hell vor dem Spiegel, dunkel hinter dem Spiegel) den Effekt des Einwegspiegels begünstigt. Der Anteil des Lichtes, der aus dem dunklen Raum durch den Spiegel kommt, wird von der Reflexion des hellen Raumes überdeckt (somit wirkt die Scheibe als Spiegel) und die Reflexion des dunklen Raumes an der Scheibe wird vom durchdrungenen Licht des hellen Lichtes überdeckt, so dass die Scheibe transparent wirkt.
Bei einem Einwegspiegel kann man auf der einen Seite hindurchsehen.