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Zinsen mit Kryptowährungen? Wie das Startup Fija Rendite auf digitale Assets bringt

12. November 2024, 11:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Das Münchner Fintech Fija sammelt 1,2 Millionen Euro, um Banken und Finanzplattformen zu ermöglichen, aus Kryptowährungen zinsähnliche Erträge zu erwirtschaften. Für Investoren winken Renditen bis zu 20 Prozent – doch die Strategie ist nicht ohne Risiko.

Das Münchner Finanz-Startup Fija hat eine erste siebenstellige Seed-Finanzierung abgeschlossen. Investoren wie der Schweizer Fonds CVVC, die Innovationsplattform Tenity und das Frankfurter Beteiligungsunternehmen Heliad haben 1,2 Millionen Euro in das junge Fintech investiert, das Unternehmen dabei unterstützen will, zinsähnliche Erträge mit Kryptobeständen zu erzielen.

Das innovative Konzept von Fija kombiniert die Vorteile traditioneller Zinsen mit den Möglichkeiten der Kryptowelt – ein Ansatz, der für Investoren und Banken gleichermaßen neue Perspektiven öffnet.

Fija setzt auf eine Softwarelösung, die Finanzplattformen ermöglicht, Kryptobestände ihrer Kunden anzulegen und dabei Erträge zu generieren.

Möglich wird dies durch Verleihprozesse, Liquiditätsbereitstellung auf dezentralen Börsen und durch sogenanntes Staking, bei dem die Kryptowährungen dazu beitragen, neue Blöcke auf der Blockchain zu validieren und dafür Belohnungen einbringen.

„Unser Ziel ist es, das Potenzial der Kryptoanlagen zu erschließen und Anlegern auf einfache Weise Zugang zu attraktiven Renditen zu bieten“, erklärt Christoph Scholze, Mitgründer von Fija.

Fija bietet Anlegern bis zu 20 Prozent Rendite durch Kryptowährungsanlagen, doch die Volatilität und regulatorischen Unsicherheiten des Kryptomarktes bleiben eine Herausforderung.

Renditechancen und erste Erfahrungen

Die Möglichkeiten, die Fija damit schafft, sind beachtlich: Erste Kunden, wie die Investment-Plattform Black Manta Capital, konnten eigenen Angaben zufolge zwischen zehn und 20 Prozent Rendite pro Jahr für ihre Anleger erzielen. Christoph Scholze bestätigt, dass das Interesse weiterer Finanzakteure groß sei.

„Aktuell befinden sich der Robo-Advisor Rudy Capital und die Security-Token-Plattform Agitarex im Onboarding-Prozess“, sagt Scholze.

Die Nutzer profitieren zu 75 Prozent von den erwirtschafteten Erträgen, während die restlichen 25 Prozent als Gebühren bei Fija und ihren Vertriebspartnern verbleiben.

Ein Gründerteam mit Branchenerfahrung

Das Team hinter Fija bringt umfassende Erfahrung aus der Finanz- und Fintech-Welt mit. Christoph Scholze und Lieven Hauspie, die Fija vor zwei Jahren gründeten, haben bereits erfolgreich in der Finanzbranche gewirkt.

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Scholze war unter anderem mehrere Jahre im Produktmanagement bei Check24 tätig, während Hauspie die technische Entwicklung beim Krypto-Verwahrer Finoa verantwortete. 2023 stieß mit Tim Federspiel ein weiterer Branchenexperte hinzu, der zuvor bei KPMG als Unternehmensberater tätig war.

Gemeinsam wollen sie die Anwendung von Kryptowährungen in der Finanzwelt auf ein neues Niveau heben.

Verleih, Liquidität und Staking: Ein Blick hinter die Ertragsquellen

Fija ermöglicht Banken und Finanzplattformen die Nutzung verschiedener Strategien, um aus Kryptowährungen Erträge zu erzielen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Verleihen von Kryptowährungen, wodurch Liquidität für dezentrale Finanzmärkte geschaffen wird.

Staking, eine andere Ertragsquelle, nutzt die Blockchain-Technologie, bei der Nutzer Kryptowährungen hinterlegen, um Transaktionen zu validieren.

Fija strukturiert diese komplexen Prozesse und ermöglicht den Partnern eine unkomplizierte Teilnahme, wodurch hohe Erträge auch für weniger Krypto-erfahrene Anleger möglich werden.

Risiko und Regulierung: Ein Balanceakt

Doch hohe Renditen gehen auch in der Krypto-Welt nicht ohne Risiken einher. Der Krypto-Markt bleibt volatiler als traditionelle Anlageformen, und Investitionen in digitale Vermögenswerte unterliegen regulatorischen Unwägbarkeiten.

Ein weiterer Risikofaktor ist die Abhängigkeit von Drittplattformen, wie dezentralen Börsen, die möglicherweise Schwankungen unterliegen. Trotzdem sieht Fija eine hohe Nachfrage und bleibt optimistisch, dass die Erträge für Kunden trotz der Volatilität attraktiv bleiben.


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„Für die Zukunft planen wir eine ständige Anpassung an die sich wandelnden Marktbedingungen, um unseren Partnern eine stabile Grundlage zu bieten“, so Scholze.

Durch die frühe Einbindung von erfahrenen Akteuren und bewährten Finanzstrategien will Fija sowohl den Sicherheitsanforderungen als auch den regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht werden.

Investoren wie Heliad, die auch bei anderen Fintechs wie Raisin und Clark erfolgreich engagiert sind, vertrauen auf das Konzept von Fija und seine Vision, eine Brücke zwischen traditionellem Banking und der neuen Welt der digitalen Vermögenswerte zu bauen.

Finanzen / Cryptos
[InvestmentWeek] · 12.11.2024 · 11:00 Uhr
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