Milliardeninvestitionen für Infrastruktur: Minister Krischer mahnt schnelle Umsetzung an
Bei der Verwendung des neu beschlossenen Sondervermögens von 500 Milliarden Euro, das für die dringend notwendige Sanierung und den Ausbau der deutschen Infrastruktur vorgesehen ist, fordert Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer höchste Priorität für Straßen, Brücken und Schienen. Der Grünen-Politiker weist auf die drastischen Herausforderungen hin, denen die Infrastruktur gegenübersteht, und betont die Notwendigkeit, den seit Jahrzehnten andauernden Verfall zu stoppen und endlich umzukehren.
Das finanzpolitische Paket, welches von Bundestag und Bundesrat genehmigt wurde, zielt nicht nur auf die Verbesserung der Infrastruktur ab, sondern auch auf das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045. Aus dem 500 Milliarden schweren Topf sollen die Länder 100 Milliarden Euro erhalten, ebenso wie Klimaschutz- und Wirtschaftsumbaumaßnahmen in derselben Höhe bedacht werden sollen.
Der genaue Einsatz dieser Mittel ist jedoch noch Gegenstand ausstehender gesetzlicher Regelungen. Krischer unterstreicht die Dringlichkeit einer bedarfsorientierten Mittelverteilung und warnt vor politisch motivierten Verteilungsschlüsseln, die eine zielgerichtete Investition verhindern könten. Um die bürokratischen Hürden bei der Umsetzung zu reduzieren, erneuerte er die Forderung nach einem Verkehrsinfrastrukturfonds, um rasche Bereitstellung der Gelder zu gewährleisten.
Ein solcher Fonds würde alle Verkehrsträger umfassen und den Planern und Bauunternehmen die notwendige finanzielle Sicherheit verschaffen. Ziel sei es, den projekteübergreifenden Finanzierungskomplikationen ein Ende zu setzen und Planungssicherheit für Betriebe wie Autobahn, Deutsche Bahn und die Straßen- und Bahnbetriebe der Länder sicherzustellen.
In einem Vorschlag zur kommenden Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg wird ein umfassender Verkehrsinfrastrukturfonds thematisiert. Dieser soll mit speziellen Abschnitten für verschiedene Verkehrsträger eine effiziente Allokation der Mittel gewährleisten und im Straßenverkehrsbereich insbesondere auf die Erhaltung und Modernisierung abzielen.
Die Diskrepanz zwischen dem Finanzierungsbedarf und den vorhandenen Mitteln in der Verkehrsinfrastruktur sei riesig, weshalb erwartet wird, dass ein erheblicher Teil der Sondermittel hierfür eingesetzt wird.