Angeschaut und ausprobiert

iPhone 16e: Was taugt Apples neues Einsteiger-Smartphone?

12. März 2025, 00:05 Uhr · Quelle: dpa
iPhone 16e von Apple
Foto: Apple Inc./dpa-tmn
Das iPhone 16e gibt es in den Farben Weiß und Schwarz - ab 699 Euro.
Ist Apples neues iPhone 16e ein «Verzichtsphone»? Angesichts einiger eingesparter Funktionen könnte man das meinen. Der Alltag zeigt: stimmt nicht. Trotzdem ist das 16e nicht für jeden die erste Wahl.

Berlin (dpa/tmn) - 700 Euro für ein neues iPhone? Solche und niedrigere Einstiegspreise gab es zuletzt mit dem iPhone SE. Das war allerdings in Sachen Formfaktor (noch vom iPhone 8), Akkulaufzeit und anderen modernen Funktionen ziemlich abgehängt. Mit dem iPhone 16e gibt es nun ein neues Einstiegsmodell in die Applewelt für 700 Euro, also 250 Euro günstiger als das iPhone 16 (950 Euro). 

Dafür erhält man ein 6,1-Zoll-Smartphone im Stil des iPhone 14 mit Apples A18-Chip, 5G, ab April auch in Deutschland Apple Intelligence, einem neuen Apple-eigenen Modem und mehr. Allerdings erhält man auch einige Dinge nicht. Denn für den niedrigeren Einstiegspreis wurde an etlichen Stellen verzichtet. Was das bedeutet - und ob das schlimm ist - zeigt unser Überblick.

Schauen wir zunächst einmal, was es beim iPhone 16e unter der Haube nicht gibt - im Vergleich zum iPhone 16 ohne «e»:

  • Die Ultra-Weitwinkel-Linse: Das iPhone 16e hat «nur» eine 48-Megapixel-Kamera. In der Praxis heißt das Verzicht auf Makrofotos und besonders weite Aufnahmewinkel. Porträts mit unscharfem Hintergrund sind hingegen auch mit einer Linse möglich. Räumliche Aufnahmen für virtuelle Realität nicht.
  • Der Kamera-Button: Neu mit dem iPhone 16 und 16 Pro eingeführt. Kamera starten, Fokus einstellen, auslösen - geht mit dem iPhone 16e alles nicht per Druck auf den Knopf an der rechten Geräteseite. Er ist nicht vorhanden. Die Kamera wird wie gewohnt über den Bildschirm oder die Leise-Taste bedient.
  • MagSafe: Der praktische Magnet in der Rückseite erlaubt das Befestigen von Zubehör wie Extra-Akkus, Kreditkartenhüllen oder Kameragriffen. Aber auch das Anheften des Geräts an Ladegeräte oder Autohalterungen. Mit MagSafe ist auch schnelleres und vor allem effizienteres drahtloses Laden möglich. Das 16e schafft «nur» 7,5 Watt, was den großen Akku recht langsam lädt.
  • Dynamic Island: Beim 16e kehrt Apple aber wieder zur Notch, also der schwarzen Einbuchtung im Display zurück.
  • UWB: Hinter dieser Abkürzung steckt Ultrabreitbandfunk. Damit kann das iPhone sehr präzise seine eigene Position im Verhältnis zu anderen Gegenständen bestimmen. Zum Beispiel per Telefonauflegen auf einen Lautsprecher die Wiedergabe an diesen übergeben. Oder sehr präzise verlorene Airtags aufspüren. Wer diese und andere Dinge tun will, muss es über die Menüs erledigen. Das präzise Airtag-Aufspüren gibt es gar nicht, nur eine Annäherungssuche. Die reicht allerdings meistens aus.
  • Leuchtkraft: Das 6,1 Zoll große Display ist schön anzusehen, ist im Vergleich zu iPhone 16 oder 15 aber nicht ganz so hell.

Doch genug der vermeintlichen Mängel. Denn tatsächlich merkt man viele der «fehlenden» Funktionen oder Fähigkeiten im Alltag eher selten. Das iPhone 16e ist ein flottes Smartphone mit einer für iPhone-Verhältnissen langen Batterielaufzeit. Dem im Vergleich genutzten iPhone 15 Pro ging regelmäßig früher der Saft aus. 

Ein Blick der Reparatur-Website iFixit ins Innere verrät außerdem: Apple hat mögliche Reparaturen vereinfacht. Etwa durch die Verwendung von Kleber, der sich elektrisch lösen lässt. So kann etwa der Akku viel einfacher getauscht werden. Insgesamt gibt es sieben von zehn Punkten für die Reparierbarkeit. Schön.

Drinnen steckt: Ein neuer Modem-Chip namens C1

Eine der größten Neuerungen unter der Haube ist ein neuer Chip für Mobilfunk und GPS namens C1, Apples erste Eigenentwicklung. Während einzelne Fachpublikationen noch messen und streiten, ob der C1 nun mit den bisher verwendeten Chips von Drittanbietern mithalten kann, sei hier so viel gesagt: Im Alltag lädt auch das 16e Daten über 4G und 5G flott herauf und herunter - Geschwindigkeiten jenseits der 300 Megabit pro Sekunde erhält man in Deutschland ohnehin eher selten. Auch Telefongespräche wickelt es im 1&1- und Telekom-Netz zuverlässig in gewohnter Qualität ab. Vergleichsgerät hier: ein iPhone 15 Pro. 

Die Kamera überrascht

Einen gemischten Eindruck hinterlässt die Kamera. In Tageslicht und für normale Alltagsaufnahmen liefert sie gute Bilder. In dunkleren Innenräumen, nachts oder bei schwierigen Lichtsituationen sind die Ergebnisse bisweilen überraschend. Überraschend dunkel, überraschend verwaschen oder mit überraschenden Farben. Ein System dahinter ist nicht erkennbar. Künftige Software-Updates könnten hier Besserung bringen. 

Einen optischen Zoom gibt es nicht, dafür eine zweifache Vergrößerung per Bildausschnitt. Und wenn ein Foto mit dem 16e nicht als Porträt aufgenommen wird, lässt sich es - anders als etwa beim iPhone 15 Pro - auch nicht mehr zu einem machen.

Im direkten Vergleich mit dem deutlich teureren iPhone 15 Pro sind die Aufnahmen - wenig überraschend - auf den ersten Blick meist ähnlich, in der Detailvergrößerung aber durchgehend schlechter. Kamera-Aficionados werden in der iPhone-Welt mit besser ausgestatteten Modellen glücklicher.

Fazit: Ein guter Einstieg in die iPhone-Welt, wenn auch kein billiger

Mit dem 16e erhält man einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die aktuellste iPhone-Generation mit einigen Jahren Zukunftssicherheit was KI und andere neue Funktionen angeht. Zudem eine für iPhones lange Akkulaufzeit. Zusammengefasst ist es ein iPhone 14 mit nur einer Kamera. Dafür steckt Apples aktuellste Prozessortechnik drin, ein großer Akku und das erste selbst entwickelte Modem. 

Größte Zielgruppe für das 16e? Firmen, die viele Geräte kaufen. Und Anwenderinnen und Anwender, die noch mit einem iPhone 11, 12, 13 oder vielleicht noch 14 unterwegs sind und es vergleichsweise günstig ersetzen wollen, ohne viele neue Funktionen zu wollen. Für sie ist das Gerät ein gutes Upgrade.

Wer mehr möchte als den neuesten Chip und Apple Intelligence im iPhone von gestern, muss eben den Aufpreis für ein iPhone 16 oder 16 Pro bezahlen. Dann gibt es eben auch MagSafe, UWB, ein helleres Display und bessere Kameras. 

Und der Aufpreis ist tatsächlich gar nicht so hoch: Das iPhone 16 gibt es jenseits vom Apple Store auch schon für knapp 770 Euro. Das iPhone 15 (ohne Apple Intelligence) gibt es ab knapp unter 700 Euro.

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12.03.2025 · 00:05 Uhr
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