Europäisch-kanadische Partnerschaft im Fokus der Hannover Messe
Auf der Hannover Messe, der weltweit größten Industrieveranstaltung, setzt der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz ein starkes Zeichen der Freundschaft und Kooperation mit Kanada. Angesichts der durch US-Präsident Donald Trumps Handelszölle entstandenen Herausforderungen, betont Scholz die zuverlässige Partnerschaft zwischen Europa und Kanada. Mit den Worten „Willkommen bei Freunden“ eröffnet er die diesjährige Messe, bei der Kanada als Partnerland im Mittelpunkt steht.
Scholz unterstreicht, dass Handelskriege, wie sie derzeit zwischen den USA und anderen Nationen geführt werden, keine langfristigen Sieger hervorbringen. Stattdessen verweist er auf die Notwendigkeit, die europäische Strategie des freien Handels und der technologischen Souveränität weiter zu verfolgen. Vor allem das kanadisch-europäische Handelsabkommen CETA, das den Güterhandel seit 2017 um über 50 Prozent erhöht hat, wird als Erfolgsgeschichte hervorgehoben.
In ihrer Eröffnungsrede betont Siemens-Chef Roland Busch die Bedeutung der Messe als Treffpunkt von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in einer sich schnell wandelnden Welt. Besonders der Bereich der Künstlichen Intelligenz sowie Themen wie Wasserstoff und klimaschonende Produktion stehen dieses Jahr im Vordergrund.
Bertram Kawlath, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, weist auf Europas Verlässlichkeit als Wirtschaftsregion hin. Trotz globaler Herausforderungen bieten europäisch-kanadische Beziehungen enorme Potenziale. Diese engen Verbindungen sollen verstärkt werden, um ein stabiles wirtschaftliches Fundament in unsicheren Zeiten zu schaffen.