EU-Kommission forciert Rohstoff-Projekte: Drei deutsche Initiativen profitieren
Die EU-Kommission hat angekündigt, 47 Projekte im Bereich der kritischen Rohstoffe tatkräftig zu unterstützen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu reduzieren und die europäische Rohstoffproduktion zu fördern. Zu den glücklichen Auserkorenen zählen auch drei Projekte mit Standort Deutschland, die künftig von beschleunigten Genehmigungsprozessen und bevorzugtem Zugang zu Kapital profitieren sollen.
Unter den deutschen Glückspilzen befindet sich Vulcan Energy, das aus dem Oberrheingraben Lithium gewinnen möchte. Zudem plant der Batterie-Experte PCC Thorion in Duisburg und das Unternehmen Rock Tech, das sich auf die Lithiumproduktion in Guben spezialisiert hat, eine schnellere Realisierung ihrer Vorhaben.
Die Unterstützung dieser und weiterer Projekte bedeutet einen entscheidenden Schritt in Richtung einer autarker gestalteten europäischen Rohstoffpolitik. Die EU-Kommission hat dafür gesorgt, dass die bisherigen Genehmigungsverfahren drastisch verkürzt werden. Ziel ist es, die Bearbeitungszeiten von bis zu zehn Jahren auf maximal 27 Monate zu reduzieren, was den Projekten einen beachtlichen Schub verleihen könnte.
Während einige Projekte bereits als attraktiv für private Investoren gelten, stehen für andere zwei Milliarden Euro in Form von Garantien und Krediten zur Verfügung. "Die Verfügbarkeit von Rohstoffen ist der Grundstein für unsere wertvollsten Lieferketten", betonte Stéphane Séjourné, Vizepräsident der Kommission, der für Wohlstand und Industriestrategie zuständig ist.
Seine Worte unterstreichen die Bedeutung einer eigenständigen und diversifizierten Rohstoffversorgung in Europa.